Dolmetschen im Hub - Konferenzdolmetschen in der Krise

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Und, wie fandest du? Lautet die Frage einer Kollegin über die Chat-Funktion Im Rahmen der PCS Zoom Konferenz am Tag des offenen Dolmetscher Hubs. - 1 Stunde zuvor hatte ich bereits Gelegenheit gehabt, bei PCS vor Ort Die Kabine zu testen.

„Home Sweet Home“ lautet meine Antwort. 

Bis auf die erhöhten Hygienemaßnahmen (Desinfektionsmittel, zusätzliche Abdeckung für die Kopfhörer, Kabinenpartner in einer getrennten Kabine) wohltuend normal in diesen verrückten Zeiten.

Ein großer Bildschirm mit den Zoom Teilnehmern vor der Kabine sorgte für optimale Sicht. Ton war auch in Ordnung, was will das Dolmetscherherz mehr. 

Antwort: Naja, ein nicht unwichtiges Detail: sicherlich muss der Kunde da auch noch mitspielen.

Als PCS Geschäftsführer Jörg Peschka darauf angesprochen wird, dass Zoom ja gerade zu Anfang durch Sicherheitslücken auf sich aufmerksam gemacht hat, weist er auf ein wichtiges Update hin. Ab Mitte des Jahres dürfte Zoom datenschutzkonform sein. Insbesondere im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft, werden Videokonferenzen sicherlich eine grosse Rolle spielen. PCS hofft, dass sie dann auch eine Lösung haben werden, die sie den Ministerien anbieten können.

Ansonsten liegt meines Erachtens der Hauptvorteil von Hubs da drin, dass wir A) die gewohnte Umwelt haben und B) keine technische Verantwortung schultern müssen. 

PCS in Berlin beispielsweise hat zwei sehr schnelle physikalische Internetverbindungen. Zusätzlich haben sie noch ein Back-up in Form von 5G, sollte es beispielsweise im Zuge von Bauarbeiten zu einer physikalischen Unterbrechung kommen. 

Ein Techniker vor Ort kümmert sich um die Betreuung der Kabinen und zusätzlich gibt es noch einen Operator, der sich praktisch um die virtuellen Belange der Veranstaltung kümmert. Hierzu gehört auch, dass er darauf achtet, dass alle Teilnehmer ihr Mikrofon nur anmachen, wenn sie reden möchten, Und außerdem wird kontinuierlich die Tonqualität überwacht. Darüber hinaus übernimmt PCS am Tag vor der Veranstaltungen einen Technik Check, bei dem die Tonqualität überprüft wird. Hier sollte dann möglichst auch ein Dolmetscher anwesend sein. 

Da PCS ebenfalls im DIN-Ausschuss an der entsprechenden Norm mitgearbeitet hat, haben sie Zugriff auf den notwendigen Qualitätsstandards, Im schlimmsten Fall muss bei mangelnder Tonqualität eben die Verdolmetschung eingestellt werden (Und PCS würde uns in dem Fall natürlich die erforderliche Rückendeckung geben). 

Alles in allem wird es sehr durchdacht und strukturiert, die Kosten sind mit 3500 für zwei Sprachen und 700 € für jede zusätzliche Sprache natürlich höher als bei konventionellen Kabinen. Andererseits kann es durchaus interessant sein für den Veranstalter, wenn er hierdurch Reisekosten gespart. Joerg Peschka äußerte die Vermutung, dass die Corona Krise einen Digitalisierungsschub auch für unsere Branche bringen wird. 

Es bleibt zu hoffen, dass wir dem Kunden mit dem richtigen Partner an der Seite weiterhin qualitativ hochwertige Lösungen anbieten können.

Hoffnungsschimmer

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1) rekonvaleszentes Plasma (wann genau haben wir aufgehört, dem menschlichen Körper und seinen wundervollen biochemischen Fähigkeiten zu vertrauen?),

2) Maskenpflicht (indem wir unseren Nächsten schützen, schützen wir uns selbst, fast schon biblischer Gedanke, hat allerdings lange gedauert, bis verstanden wurde, dass dies in der aktuellen Situation die einzige Alternative ist) und dass

3) Schäuble gar nicht so doof ist. 

 

Naja, was "richtig" ist, stellt sich dann erst hinterher raus.